
05.04.2012
Narben der Haut, oft durch Verletzungen oder Operationen verursacht, können durch gezielte Pflege und Geduld „unauffälliger“ werden. Narbenwülste und Akne-Narben gehören allerdings unbedingt in ärztliche Behandlung.
Bei der Behandlung von Narben, die nach Verletzungen und Operationen entstehen,kann die Anwendung von so genannten Narben-Gelen mit "Mehrfachwirkung" hilfreich sein. Neben der wirkungsvollen Behandlung zur sichtbaren Reduktion der Narbe spenden diese Gele der geschädigten und empfindlichen Haut gleichzeitig Pflege, wie die Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e.V. (ADK) mitteilt. Narbentherapeutika, die in „Eigenregie“ eingesetzt werden können, sind in Apotheken erhältlich. Meist basieren diese auf der Kombination von Heparin, Allantoin und Extractum cepae. Zur Narbenbehandlung wird für die Dauer von drei bis sechs Monaten das Einmassieren des Gels auf die vernarbte Hautpartie, möglichst zwei- bis dreimal täglich, empfohlen. Geduld und Durchhaltevermögen ist also gefragt. Langfristig kann sich die Narbenstruktur dadurch verbessern, die Narbe wird flacher, Rötungen verblassen und das Narbengewebe wird elastischer.
Vor der Narbenbehandlung in „Eigenregie“, denn die gilt nur für Vernarbungen, die aus Verletzungen oder Operationen stammen, ist die fachliche Beratung durch den Hautarzt empfehlenswert.
Autor: Klaus Afflerbach
Quelle: Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e.V.; http://www.adk-online.org