
22.03.2012
Sie erinnern aufgrund ihrer Struktur an feine Äste des Reisigs. Daher auch die Bezeichnung. Besenreiser treten meist an den Ober- und Unterschenkeln auf und sind feine Venenverästelungen, die sich rötlich bis bläulich zeigen. Sie entstehen durch tieferliegende, undichte Venenklappen oder durch Venenerkrankungen, wenn sich durch den dauerhaften Druck in den Blutbahnen die Elastizität der Äderchen reduziert und damit eine Erweiterung der Gefäße eintritt.
Oft sind Bindegewebsschwächen die Ursache für die Bildung von Besenreisern. Aber durch Übergewicht, fettreiche Nahrung, übermäßiger Tabak-und Alkoholkonsum, eben alles, was zu Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen führen kann, werden die rot-blauen Ausprägungen an den Venen gefördert.
Durch langes Stehen oder Sitzen kann sich vor allem in den Beinen ein hoher Druck aufbauen. Wer zu Besenreisern neigt, sollte vorbeugend die Blutzirkulation in seinen Beinen regelmäßig durch Fußgymnastik und Bürstenmassagen stimulieren. Durch Radfahren und Laufen kann die Beinmuskulatur trainiert werden. Was dafür sorgt, dass das Blut in stärkerem Maße zurück zum Herzen gepumpt und ein Stau verhindert wird. Das Tragen von Stützstrümpfen, die den gesamten Gefäßapparat stabil zusammenhalten, kann der Entstehung von Besenreisern verhindert werden. Besenreiser gelten aus medizinischer Sicht als gesundheitlich meist unbedenklich. Für Betroffene sind sie eher ein ästhetisches Problem.
Zur Verbesserung des Hautbildes an den Beinen können die Besenreiser beim Arzt verödet werden. Dazu stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Von der Behandlung durch Laser, Radiowellen bis bin zur Spritze. Vor der Entfernung ist allerdings durch den Arzt die sorgfältige Klärung der Ursache erforderlich. Handelt es sich zum Beispiel um tiefer liegende Krampfadern ist die Verödung nicht angezeigt. Bei vorhandenem Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen ist vor der kosmetischen Behandlung zunächst die Ursache für die Besenreiser zu behandeln.
Autor: Klaus Afflerbach
Quelle: haut.de