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Hautpflege

Neurodermitis - individuelle Pflege

08.03.2012

Reichhaltig und häufig cremen

Typisch für den chronischen Verlauf der Erkrankung ist oft die Wellenform der Belastung. Betroffene kennen den Wechsel der Phasen zwischen einer nahezu intakten Haut und den Perioden der juckenden und entzündeten Haut. Diese auch als „Schübe“ bezeichneten „Auf und Abs“ verlaufen individuell meist sehr unterschiedlich und machen deshalb auch die entsprechende Hautpflege erforderlich. Je nach Entzündungsgrad, Jahreszeit und persönlichen Vorlieben der Betroffenen sind gezielte Maßnahmen sinnvoll.

Bei Neurodermitis ist das Gleichgewicht der Haut irritiert und die notwendige Barrierefunktion der Haut ist gestört. Eine gute Basispflege ist deshalb ratsam, also reichhaltiges und häufiges eincremen. Wer dabei auf die unterschiedlichen Zustände der Haut Rücksicht nehmen möchte, benötigt verschiedene Pflegeprodukte, je nach Vorliebe des Anwenders. Mittlerweile ist die Produktauswahl zur Basispflege speziell für Neurodermitiker recht vielfältig. Entsprechende Bezeichnungen machen das deutlich:

Lotionen verfügen über mehr Wasser als Fett. Deshalb kühlen sie die Haut eher und durch die erhöhte Verdunstungsfeuchte wird der Juckreiz gemindert. In Hydrogelen ist der Wasseranteil sehr groß, daher trocknen sie nässende Hautpartien gut und kühlen entzündliche Hautrötungen wirksam. Cremes machen aufgrund ihres höheren Fettgehaltes die Haut geschmeidiger. Sie lassen sich wegen ihrer Konsistenz gut auf kleinen Hautpartien und im Gesicht auftragen.

Es werden auch besonders fetthaltige Salben oder sogenannte Fettsalben angeboten, die sich besonders für trockene, schuppige Haut eignen und vor allem im Winter häufig angewandt werden.

Gegenüber gesunder Haut ist der Harnstoffanteil in der von Neurodermitis betroffenen Haut sehr viel niedriger. Da Harnstoff die Fähigkeit der Haut unterstützt, Feuchtigkeit zu speichern, sind in vielen Produkten zur Pflege neurodermitischer Haut Harnstoffanteile zu finden. Sie machen die Haut nicht nur elastischer, sondern auch widerstandsfähiger.

Zur individuellen Bewältigung der Neurodermitis gehört neben der Kontaktvermeidung der jeweiligen Allergieauslöser die gezielte Hautpflege. Sowohl bei der Diagnose als auch bei der Auswahl der Hautpflegeprodukte ist der Hautarzt ein wichtiger Ansprechpartner.

Autor: Klaus Afflerbach

Quelle: haut.de



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