
17.05.2012
In Einzelfällen kann ein Körperpflegemittel zu Reizungen führen oder auch eine allergische Reaktion auslösen. Häufig handelt es sich aber nicht um eine Allergie, sondern um eine andere Unverträglichkeitsreaktion, wie z. B. eine Hautreizung (Irritation). Unter Hautreizungen versteht man Sofortreaktionen der Haut auf eine bestimmte Substanz. Sie zeigen sich in Form von Entzündungen mit Rötung, Juckreiz oder Bildung von Pusteln.
Bei einer Allergie handelt es sich dagegen um eine Überreaktion des körpereigenen Immunsystems. Dieses reagiert dann auf bestimmte, für den Körper unschädliche Stoffe (Allergene) mit größtem Einsatz. Die Allergene werden bekämpft wie schädliche Krankheitserreger. Die Überreaktion erfolgt allerdings erst beim Zweitkontakt. Beim Erstkontakt mit dem Allergen wird dieses als Feind eingestuft, beim Zweitkontakt hat der Körper entsprechende „Waffen“ bereit gestellt und reagiert in vollem Umfang.
Grundsätzlich kann jeder Stoff, ob natürlich oder chemisch, eine allergische Reaktion hervorrufen. In einem solchen Fall sollte immer ein Hautarzt hinzugezogen werden, der das Allergen ermittelt. Sollte es sich bei diesem Stoff um einen Bestandteil von kosmetischen Mittel handeln, so können Produkte, die diesen Stoff enthalten, mit Hilfe der INCI-Bezeichnung auf der Verpackung identifiziert und gemieden werden. Bei den allergischen Reaktionen auf Körperpflegemittel handelt es sich in der Regel um eine Kontaktallergie.
Autor: Klaus Afflerbach
Quelle: haut.de