
24.11.2011
In der Mundschleimhaut werden in der Regel pro Tag etwa 700 ml Speichel produziert. Diese Flüssigkeitsmenge hat eine gute Spülwirkung und aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe wirkt sie antibakteriell. Außerdem bestehen im Speichel neutralisierende Puffersysteme, die die Zähne vor Säure schützen und die Zahnoberfläche remineralisieren.
Durch verschiedene Geschmacksreize, aber auch mechanisch durch das Kauen harter Speisen oder Kaugummi wird die Speichelproduktion angeregt. Die Psyche kann bei Aufregung oder Wut speichelanregend wirken. Dauerhafter Stress verursacht eher eine verminderte Speichelproduktion. Die Veränderung des Hormonspiegels während der Schwangerschaft erhöht die Speichelbildung, während diese in der Menopause eher gehemmt wird. Mit zunehmendem Alter geht die Speichelproduktion zurück. Generell ist die Speichelproduktion während des Schlafes stark gemindert.
Der Speichelfluss kann unter anderem durch häufiges kurzzeitiges Kauen von Kaugummi gefördert werden. Die persönliche Zahnhygiene durch Putzen und Verwendung von Spülungen leistet einen sehr wichtigen und unterstützenden Beitrag. Mit regelmäßigen professionelle Zahnreinigungen, so ein- bis zweimal im Jahr, wird das Ausreifen der Zahnplaque verhindert.
Mittlerweile sind Präparate, wie Kautabletten und Spülungen, zur Verbesserung der Mundflora auf dem Markt, die auch einen einen günstigen Einfluss auf den Speichelfluss haben. In Mundspüllösungen werden unterschiedlich wirksame Inhaltsstoffe kombiniert, die für die antibakterielle Wirkung, Anti-Karies- und Anti-Plaque-Wirkung sorgen.
Quelle: MDZ- Medizinischer Beratungsdienst der Zahnärzte e.V., http://www.mdz-online.de/mundtrockenheit_xerostomie.html