
01.03.2012
Bis zu 90 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen tragen das für Lippenherpes verantwortliche Virus (Herpes-simplex / Typ1) in ihrem Körper. Die Viruserkrankung ist also recht weit verbreitet. Die Viren verbleiben lebenslang im befallenen Organismus, wiederholte Ausbrüche der Erkrankung sind also nicht ungewöhnlich. Das menschliche Immunsystem hält die Viruspopulation normalerweise unter Kontrolle. Wenn die körpereigene Abwehr allerdings geschwächt ist, gelingt dieser Prozess nicht vollends und die Viren können sich zahlreich vermehren. Zu den auslösenden Faktoren für einen Herpesausbruch gehören Hautreizungen, Sonnenbrand aber auch Stress und Hormonschwankungen.
Die typischen Symptome sind kleine, nässende Bläschen an den Lippen, die mit Schmerz und Juckreiz einhergehen. Vielen Betroffenen sind die Symptome des Lippenherpes lästig, nicht nur weil sie unangenehm jucken und schmerzen, sondern auch weil sie „unschön“ aussehen, sich mitunter sogar eitrig und verkrustet zeigen.
Zur Behandlung von Lippenherpes stehen unterschiedliche Salben und mittlerweile auch Pflaster (Patches) zur Verfügung, die eine virenhemmende Wirkung ausüben. Sobald ein erstes typisches „Kribbeln“ zu spüren ist, ist der Einsatz angezeigt. Diese Mittel dämmen allerdings nur die Viren in den entsprechenden Bläschen ein und helfen bei der Schmerzlinderung. Sie beseitigen nicht die Ursache, also die im Organismus befindlichen Virusstämme.
Bei der lokalen Behandlung der Lippenbläschen ist es ratsam, die befallenen Hautpartien nicht direkt mit den Fingern zu berühren. Also besser ein Wattestäbchen verwenden. Zur Vermeidung einer Übertragung der Viren auf andere Körperstellen, zum Beispiel Augen oder Ohren, sollten nach der Behandlung die Hände gründlich gewaschen werden.
Autor: Klaus Afflerbach
Quelle: haut.de