
29.09.2011
Nicht nur das Anbringen eines Tattoos, sondern auch das Entfernen dieser Körperzeichnung kann neben Schmerz auch zu Infektionen, Narbenbildung und allergischen Reaktionen führen. So aktuelle Mitteilungen vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und von Kinderumwelt, einer kinderärztlichen Beratungsgesellschaft (allum). Insbesondere die Entfernung einer Tätowierung unter Einsatz von Milchsäure habe ein erhöhtes Risiko.
Sowohl beim Tätowieren als auch beim Entfernen dieser „Schmuckzeichnungen“ wird von einigen Anbietern 40-prozentige Milchsäure (L(+) verwendet, die bei diesen Verfahren unter die Haut gespritzt wird. Durch diese hochprozentige Substanz kann es jedoch zu Verätzungen und gravierenden Entzündungen kommen. Milchsäure ist haut- und schleimhautreizend, die Reizwirkung kann bereits bei einer Konzentration von 20 Prozent in Formulierungen auftreten. Dem BfR sind Fälle gemeldet worden, in denen nach der Anwendung von Milchsäure zur Entfernung von Tätowierungen und Permanent-Make-up teilweise starke unerwünschte Wirkungen auftraten. In den schlimmsten Fällen kam es zu schweren Entzündungen der Haut und zu Narbenbildungen. Die Entzündungsreaktionen werden auf die Verwendung der Milchsäure zurückgeführt. Zudem ist es möglich, dass bei den Behandlungen nicht unter sterilen Bedingungen gearbeitet wurde und Keime unter die Haut gelangen konnten.
Eine Alternative zur Entfernung durch chemische Substanzen besteht in der Lasertechnik. Hierbei werden Farbpigmente mit Hilfe der Strahlen gespalten und somit unsichtbar gemacht. Aber auch bei diesen Verfahren sind Nebenwirkungen möglich. Bislang ist ungeklärt, welche chemischen Verbindungen bei der Laserbehandlung entstehen und welche gesundheitlichen Risiken von ihnen ausgehen.
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