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Hautpflege

22.06.2011

Leichtbekleidet im Sommer … dann möglichst ohne Härchen

Sorgfalt und Sicherheit bei der chemischen Haarentfernung

Die Wochen und Monate, in denen Frau und Mann gerne mehr Haut zeigen, stehen bevor. Leichtbekleidet am Strand, am Pool oder im Schwimmbad zu weilen, ist ein beliebter Zeitvertreib der Sommer-und Ferientage. Dieses Vergnügen ist im Vorfeld für manch einen mit dem Anspruch verbunden, unerwünschte Körperhaare sorgsam zu entfernen.

Die Möglichkeiten, unerwünschte Körperbehaarung zu entfernen, sind vielfältig. Man unterscheidet zwischen zwei Grundtypen: Die mechanische Haarentfernung wird als Epilation bezeichnet. Zu diesem Verfahren gehören die Rasur, das Auszupfen oder Ausreißen sowie die elektrolytische Haarentfernung.

Darüber hinaus können Verfahren angewendet werden, die auf chemischer Basis Haare entfernen. Diese werden als Depilation bezeichnet. Abhilfe bei unerwünschtem Haarwuchs schaffen außerdem Laser- oder Lichtbehandlungssysteme (IPL).

Für die „do-it-yourself“-Methode der Depilation stehen vielfältige Produkte zur Verfügung. Diese Anwendungen zur chemischen Haarentfernung wirken meist schnell und schmerzfrei. Das Ergebnis der Enthaarungspräparate in Creme-, Gel- oder Schaumform hält etwa 7 bis 12 Tage an, - das wird mit der Rasur nicht erreicht.

Die Wirksamkeit der chemischen Präparate basiert meistens auf Thioglykolaten. Diese Substanzen spalten die Eiweißbindungen des Keratins und verwandeln das Haar direkt unterhalb der Hautoberfläche in wenigen Minuten in eine weiche plastische Masse. Hat das Enthaarungsmittel einige Zeit auf die Hornsubstanz des Haares, das Keratin, eingewirkt, lassen sich die Haare, zusammen mit der Enthaarungsmasse, mit Hilfe eines Schabers entfernen. Die Haarwurzel wird bei diesem Prozess nicht angegriffen.

Vor der Anwendung von chemischen Präparaten zur Haarentfernung ist die Prüfung auf Hautverträglichkeit ratsam. Denn die Inhaltsstoffe könnten die Haut reizen. Das gilt besonders für empfindlichere Regionen, wie die Achseln. Rötungen, Juckreiz und Brennen oder auch allergische Reaktion sind nicht auszuschließen. Aus diesem Grund sollte die Enthaarungscreme immer zuerst an einer kleinen Stelle getestet werden. Generell sollten die Präparate nicht mit den Augen oder den Schleimhäuten in Berührung kommen. Zur Vermeidung von unerwünschten Reaktionen auf die Haarentfernung sollte die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produktes sorgfältig gelesen und beachtet werden. Die meisten Produkte sind für den Gesicht-, Kopf-, Brust-, Genital-, Analbereich oder die großflächige Anwendung nicht geeignet. Außerdem sollte die Anwendung auf Muttermalen oder Narben, aber auch bei gereizter oder durch Sonnenbrand geschädigter Haut unbedingt vermieden werden. Verbraucher, die regelmäßig Medikamente einnehmen oder unter Hauterkrankungen leiden, sollten vor dem Einsatz chemischer Enthaarungspräparate einen Arzt um Rat fragen.

Nach der Anwendung von Depilationspräparaten sollte der Verbraucher seiner Haut Ruhe gönnen. Mindestens 24 Stunden danach ist der Verzicht auf Deos, Parfüms, aber vor allem auf ein intensives Sonnenbad empfehlenswert, um unangenehme Hautreaktionen zu vermeiden.

Quelle: haut.de



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