
25.08.2011
Kleine schwarze oder auch weiße Pickelchen an Kinn und Nase sind oft die ersten Anzeichen für Akne, die ihren Start in der Pubertät hat. Sie ist die häufigste Hauterkrankung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Am Anfang einer Akne steht der Mitesser.
Bei Akne handelt es sich tatsächlich um eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel. Diese sind kleine Einstülpungen in der Haut, die ein Haar enthalten. Die Talgdüsen produzieren Hauttalg, der im Normalfall dazu dient, die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Wenn die Talgproduktion jedoch überhand nimmt, kann es im Ausgang der Talgdrüse (Follikelkanal) quasi zu Verstopfungen kommen, die sich in Form eines Mitessers zeigt. Wenn sich in diesen Pickeln Bakterien ansiedeln, können Entzündungsprozesse beginnen, die dann zu Knötchen, Pusteln und fuchsbauartigen Gängen unter der Haut führen können.
Akne, mit Ausnahme der ganz leichten Fälle, sollte vom Hautarzt behandelt werden. Zur Therapie stehen unterschiedliche Wirkstoffe und Methoden zur Auswahl, mit denen eine Reduzierung der Talgproduktion, die Normalisierung des Verhornungsvorgangs des Follikels, die Minderung der Entzündungsreaktionen und die Verringerung der Narbenbildung angestrebt wird.
Zur Unterstützung der Aknetherapie kann die dermatologische Kosmetik hilfreich sein. Dabei werden nach einer Dampfbehandlung die Mitesser und Pustel von einer Kosmetikerin fachgerecht geöffnet und entleert. Wer mit Drücken und Quetschen den Pickeln selbst zu Leibe rückt, verschlimmert mit seinem Tun sowohl den Entzündungsprozess als auch die Narbenbildung. Der regelmäßige Einsatz von Peelings ist hilfreich. Sie schuppen die oberen Hautschichten ab und verbessern den Talgabfluss. Darüber hinaus wirken sie entzündungshemmend, feuchtigkeitsregulierend und hellen durch Pickel verursachte Flecken wieder auf. Selbst kleinere Narben können verschwinden.
Zur Pflege und Reinigung der an Akne erkrankten Haut sollten nach Rücksprache mit dem Hautarzt nur spezielle Präparate für die „Akne-Haut“ verwendet werden.
Akne im Sommer: UV-Licht kann sich antibakteriell und entzündungshemmend auswirken. Bei Sonnenbestrahlung kann also eine Verbesserung der Symptome auftreten. Aber beim Sonnenbad kommt es auf die Dosis an, denn UV-Strahlung fördert wiederum die Neubildung von Mitessern, da sich die Oberhaut verdickt. Bei sehr trockener Haut wird die Talgproduktion sogar angeregt.
Quelle: haut.de