Männerdüfte
Im antiken Griechenland war Männerschönheit eine natürliche Selbstverständlichkeit. Davon zeugen zahllose makellose Steinskulpturen. Etwa 3000 v. Chr. verbreitete sich die Körperpflege von Ägypten über den gesamten Mittelmeerraum aus; Duft gehörte untrennbar dazu. Sowohl Römer als auch Griechen glaubten, durch äußere Sauberkeit auch eine innere Reinigung zu vollziehen. Mit wachsendem Einfluss des Christentums jedoch verloren Duft und Salben zunehmend an Bedeutung. Als Höhepunkt des gestörten Verhältnisses zu Wasser und Seife gilt der Hof des Sonnenkönigs Ludwigs XIV, bei dem es lediglich eine Badewanne für das gesamte Schlossvolk gab.
Dagegen liebte es Napoleon I, sich zu pflegen und zu baden. Seine Parfum-Rechnungen sollen astronomische Höhen erreicht haben. Der erste Herren-Duft "Jockey Club" wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf den Markt gebracht, benannt nach einem Lokal in London, in dem die damals populären Dandys verkehrten.
Den großen Durchbruch feierte der Duft für den Mann zu Beginn der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Endlich war er nicht mehr nur den Reichen und Privilegierten vorbehalten. Mit dem Aufschwung der Parfumindustrie wurden Duftwässer insgesamt erschwinglicher. Heute ist der Duft für den Mann aus der männlichen Körperpflege nicht mehr wegzudenken.
Stand: 31.03.2009 |








