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Männerkosmetik 

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Der Duft des Mannes

Auch beim Körpergeruch unterscheiden sich die Geschlechter. Körpergeruch entsteht, wenn Bakterien den so genannten apokrinen Schweiß und die in ihm enthaltenen Proteine, Fette und Aminosäuren zersetzen. Die für den Abbau dieses erst ab der Pubertät gebildeten apokrinen Schweißes verantwortlichen Keime gehören zur Gruppe der so genannten grampositiven Bakterien. Sie werden von Mikrobiologen so genannt, weil sie sich im Aufbau ihrer Zellwand von gramnegativen Bakterien unterscheiden und sich deshalb im Gegensatz zu diesen blau einfärben lassen. Dieser Unterschied ist vor allem wichtig für die medizinische Diagnostik, aber auch für Infektionskrankheiten. Hintergrund: Die beiden Bakteriengruppen reagieren unterschiedlich auf Antibiotika.

Duft der Geschlechter: Frauen leicht sauer, Männer stechend scharf

Die auf der menschlichen Haut lebenden Bakterien sind in der Regel völlig ungefährlich. Grampositive Bakterien machen den größten Teil dieser natürlichen Bakterienflora auf der gesunden Haut aus. Während der für Frauen typische schwach saure Geruch von den Mikrokokken verursacht wird, sorgen Corynebakterien (lipophile Diphteroide) auf der Männerhaut für einen unangenehm stechenden Geruch. Mikrokokken sind so genannte Kugelbakterien, die in aller Regel nicht krank machen. Die auf der menschlichen Haut häufig vorkommenden Corynebakterien sind ebenfalls nicht pathogen, lösen also im Normalfall keine Krankheiten aus. Die Mikroflora aus harmlosen Bakterien hält im Gegenteil krankmachende Keime in Schach. Weniger angenehmer Nebeneffekt dieser Mikroflora: Es entstehen Geruchsstoffe. Die "duftenden" Substanzen sind Abbauprodukte des Testosterons. Da sich bei Männern eine höhere Anzahl an Corynebakterien auf der Haut findet, sind die geruchsbildenden Prozesse bei ihnen stärker ausgeprägt als bei Frauen. Männer schwitzen durchschnittlich auch mehr und an anderen Stellen, z. B. an der Stirn. Auch Schweißfüße sind ein häufig vorkommendes Männerproblem. An keiner Stelle des Körpers befinden sich so viele Schweißdrüsen wie am Fuß. An heißen Tagen kann so bis zu 250 ml Fußschweiß entstehen. Ein kleiner Sturzbach.

Stand: 31.03.2009
Autor(en): Redaktion haut.de
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