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Körperpflege macht Spaß
Bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 18 Jahren ist "Körperpflege" für die Mehrheit ein positiv besetzter Begriff - wichtig für Sauberkeit, Wohlbefinden, Attraktivität und Gesundheit. Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts betreiben Körperpflege intensiv. Der morgendliche Zeitaufwand im Bad steigt mit dem Alter. Von knapp zehn Minuten bei Kindern bis auf etwa 20 Minuten bei Heranwachsenden. Dabei stellen häufig ausgeführte Tätigkeiten wie Zähne putzen, Hände, Gesicht und den ganzen Körper waschen das notwendige "Grundgerüst" der Körperpflege dar. Dagegen sind Duschen, Haare waschen, Baden und Nägel schneiden - so das Ergebnis der IKW-Jugendstudie (1994) - weniger alltägliches Muss, sondern bieten mehr Genuss und mehr sichtbare Ergebnisse, erfordern aber auch einen höheren Zeitaufwand. Körperpflege geht auch bei den Jugendlichen über das Sich-Sauberhalten weit hinaus. Sie beinhaltet an erster Stelle eine Genuss- (Wohlfühlen, Spaß) und eine soziale Komponente (gut riechen, gut aussehen); erst danach kommt der "banale" Reinigungsaspekt.
Für ein Viertel der Befragten bedeutet Körperpflege aber auch lästige Pflicht: Insbesondere Kinder empfinden Körperpflege noch deutlicher als Notwendigkeit, während das Gefühl der Wellness oder des Sich-Wohlfühlens erst im Verlaufe des Heranwachsens - vor allem bei jungen Frauen - an Bedeutung gewinnt. Weiblichen und männlichen Jugendlichen gleichermaßen gilt Attraktivität und gutes Aussehen als sichtbares Ergebnis der Körperpflege. Ausgiebig und hingebungsvoll betrieben, dient sie auch als richtige Einstimmung zu besonderen Anlässen, wie Partys und Verabredungen mit Freunden. Aktivitäten zur Verbesserung des Aussehens sind die Haar- und Hautpflege, Maniküre und Pediküre. Für die Hälfte der Befragten gehört zur Körperpflege auch die Verwendung von Düften in Form von Deodorant oder Parfum bzw. Aftershave.
50 Prozent haben eine ausgesprochen positive Beziehung zum eigenen Körper: Sie beschäftigen sich gerne damit, genießen - vor allem beim Baden und Duschen - und freuen sich an Sauberkeit, Attraktivität und gepflegtem Aussehen. Nur für 25 Prozent ist die Beschäftigung mit dem eigenen Körper eine unbeliebte, zeitraubende Notwendigkeit.
Die positive Einstellung zur Körperpflege spiegelt sich auch in der Produktkenntnis. Bereits im Kindesalter und danach in zunehmendem Maß, kennen sich Jungen und ganz besonders die Mädchen in der breiten Palette der Körperpflegemittel aus. Verwendet werden Zahncreme und Mundpflegeprodukte, Shampoo, Badezusatz oder Duschgel und Deodorant. Das Produktinteresse steigt mit der Verwendungshäufigkeit: Die Interessantesten Produkte werden auch am regelmäßigsten benutzt. Gleichzeitig wird der Konsumbereich Körperpflegeprodukte nach Marken strukturiert. Bereits bei den "Kleinen" ist dieses spezifische Expertentum bei Produkten des täglichen Bedarfs besonders ausgeprägt.
Die umfangreiche Angebotspalette wird von den Jugendlichen in erster Linie positiv bewertet. Neben der großen Auswahl werden als positive Wirkungen der Körperpflegeprodukte Sauberkeit, Frische, Attraktivität, Pflege und Wohlbefinden genannt. Dennoch erlebt die Hälfte auch Aspekte wie Allergien, Unverträglichkeiten oder einen unangenehmen Geruch.
Kritik üben die Jugendlichen weiterhin am Preis, am Fehlen ausreichender Produktinformationen
sowie an der Umweltbelastung und den Tierversuchen.
Stand: 30.10.2008 |
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